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Die Gruppe "Parallelprojekt TDD" des Pfarreirats

Geflochtene Bändel

Auftrag

Gespräche als Hilfestellung anbieten und zur Unterstützung bei alltagspraktischen Fragen sowie der Vermittlung von Adressen zur Verfügung stehen.

Grösse

Zur Zeit 6 Personen aus dem Seelsorgeteam und dem Pfarreirat

Name

Zeitgleich, also parallel zur Lebensmittelabgabe des Tischlein-Deck-Dich (Abkürzung: TDD) im Pfarreizentrum. Darum: "Parallelprojekt TDD".

Struktur

Die Gruppe ist eine Untergruppe des Pfarreirates.
Wir sind jeden zweiten Dienstagnachmittag im Monat von ca. 13.30 – 14.30 Uhr vor der Lebensmittelabgabe für die Bezüger da. Wir arbeiten allein oder in Tandems. Ansteckschilder mit dem Namen und dem Signet der Pfarrei weisen uns als Ansprech-Personen aus. Die Einsätze werden für ein halbes Jahr im voraus festgelegt. Zum Leiter des Tischlein Deck Dich in Pfäffikon stehen wir in engem Kontakt, transparente Absprachen und gegenseitige Akzeptanz sind als Boden einer wohlwollenden Zusammenarbeit gewachsen.

Sitzungen

Wir treffen uns ca. zweimal im Jahr und tauschen uns in der Gruppe aus.

Budget

-

Spezielles

Unser Angebot ist niederschwellig: Wir gehen auf die Menschen zu und fragen nach ihrem Befinden. Wir bieten das Gespräch an und haben für die Anliegen der Bezüger und Bezügerinnen ein offenes Ohr. Bei Bedarf vermitteln wir Adressen und zeigen Möglichkeiten auf, wohin sie sich wenden können (Triage). Wir sind als Ansprechpartner zu Themen des praktischen Alltags präsent, aber drängen uns nicht auf und fragen die Leute nicht aus. Wir gehen mit dem Gehörten diskret um und zeigen auch die strukturellen und personellen Grenzen des Machbaren auf.

Voraussetzung und Haltung

Berufliche oder fachliche Voraussetzungen benötigt diese Tätigkeit keine, allerdings sollte man sich ausreichend in (Hoch-) Deutsch ausdrücken können. Unverzichtbar ist folgende Haltung: Wir haben Interesse am Gegenüber. Wir bemühen uns um eine Begegnung auf Augenhöhe, die von Offenheit, Wohlwollen und Respekt geprägt ist. Dabei orientieren wir uns an der Würde des Menschen (wie sie im biblischen Buch Genesis) an den Anfang der Schöpfung gestellt worden ist. Und wir stellen Arme und Notleidende ins Zentrum. Diese Maxime entnehmen wir vor allem der Botschaft Jesu (Mt 25). Den Ruf nach Gerechtigkeit hören wir heute z.B. in der Stimme von Papst Franziskus und lassen uns von seinem solidarischen Handeln anstecken.

Kontakt

Käthi Wirth, (Pfarreiratspräsidentin) Rennweg 3, 8320 Fehraltorf
Telefon privat: 043 535 08 25, Mail G: kaethi.wirth@zhkath.ch

Ludwig Widmann, (Gemeindeleiter) Schärackerstr. 14, 8330 Pfäffikon
Tel: 043 288 70 80, Mail: ludwig.widmann@benignus.ch

Personen der Gruppe "Parallelprojekt TDD"

Seelsorgeteam: Pfarreirat:
Ludwig Widmann Käthi Wirth
Patricia Machill Lucia Di Carlo
Theres Ulrich

Erfahrungen der Gruppe "Parallelprojekt TDD"

Würden Sie – wenn Sie einkaufen müssen - an einem Nachmittag aus freien Stücken eine halbe Stunde vor dem Geschäft im Vorraum warten, bis sie eingelassen werden? Ich nehme an, Sie würden schnellstmöglich ein anderes Geschäft aufsuchen. Dies kann sich leisten, wer das nötige Geld zur Verfügung hat und auch mal 20 Rappen mehr für ein Produkt ausgeben kann.

Sehen Sie, und dies ist beim Tischlein Deck Dich anders. Wer beim TDD Lebensmittel bezieht, muss sich auf eine unbestimmte Wartezeit einlassen können, dies kann auch mal länger als eine halbe Stunde sein. Die meisten nehmen dies gerne in Kauf, weil sie dringend angewiesen sind auf eine Entlastung des Haushaltsbudgets und nehmen diese Möglichkeit dankbar wahr.

Das Warten vor der Lebensmittelabgabe in einer bistroähnlich gestuhlten Saalhälfte zu verkürzen, Gespräche über den Alltag in einer überschaubaren Tischrunde anzuregen und das Gefühl zu vermitteln, für eine kurze Zeit entspannen, abladen zu können oder gehört zu werden: Darin sehen wir unsere Aufgabe.

Wenn das Geld knapp ist, wird es schwierig, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Wer nicht arbeiten kann oder nicht arbeiten darf, den treiben zahlreiche Sorgen um. Hin und wieder müssen wir deutlich darauf hinweisen, dass wir als Gruppe keine Wohnungen oder Arbeitsstellen vermitteln. Da zeigt sich manchmal Frustration der Bezüger, die aber jeder nachvollziehen kann, der eine solche Notsituation persönlich kennt.
Umgekehrt sind auch wir manchmal ernüchtert angesichts starrer gesellschaftlicher Strukturen, ent-täuscht über abweisende Vermieter oder traurig über eine ausweglose private Situation - und fühlen uns ohnmächtig angesichts von Grenzen. Der Austausch im Tandem danach oder in der Gruppe später hilft, damit umzugehen, manches hinzunehmen oder anderes auszuhalten. Was uns bestärkt, weiterzumachen ist der persönliche Kontakt, ein gelegentliches Lächeln auf einem von Sorgen gezeichneten Gesicht und die Dankbarkeit, in einem Staat zu leben, der sich die Sorge um das Wohl der Menschen in seine Verfassung schreibt.